

Mo., 30. Nov.
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ELENA CUJIC - WENN HUNDE STERBEN SOLLEN
Über Sicherheit, Selektion und den Wert eines Hundelebens
Zeit & Ort
30. Nov. 2026, 19:00 – 20:30
Zoom
Über die Veranstaltung
Wenn Hunde sterben sollen
Über Sicherheit, Selektion und den Wert eines Hundelebens
Warum töten wir Hunde, die beißen, und was geschieht mit Hunden, die aus menschlicher Sicht keinen Platz mehr haben?
Wann gilt ein Hund als gefährlich? Wann als nicht mehr vermittelbar? Und wer entscheidet darüber, ob ein Hund weiterleben darf oder getötet wird? Der Umgang mit Hunden, die beißen, auffällig werden oder den Erwartungen ihrer Menschen nicht mehr entsprechen, wirft grundlegende Fragen auf – über Sicherheit, Verantwortung, gesellschaftliche Werte und den Wert eines tierischen Lebens.
In dieser Veranstaltung widmen sich André Papenberg, Elena Cujic und Moderatorin Luisa Gramann einem emotionalen und gesellschaftlich relevanten Thema: dem Töten von Hunden in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum wir bestimmte Hunde als Gefahr betrachten, andere als überflüssig und die Tötung mitunter als notwendige oder alternativlose Konsequenz ansehen.
Ein Hund, der beißt, löst Angst aus. Der Wunsch nach Sicherheit ist verständlich, der Schutz von Menschen unverzichtbar. Doch folgt daraus automatisch, dass ein solcher Hund sterben muss? Welche Rolle spielen die Vorgeschichte des Hundes, seine Lebensbedingungen, menschliche Fehler, fehlende Sachkenntnis oder unzureichende Unterstützung? Und welche Möglichkeiten gibt es, mit schwierigen Hunden umzugehen, ohne die Sicherheit von Menschen aus dem Blick zu verlieren?
Gleichzeitig gibt es Hunde, die aus anderen Gründen ihr Zuhause verlieren: weil sie krank, alt, verhaltensauffällig oder schwer vermittelbar sind, weil ihre Haltung zu aufwendig wird oder weil sich ihre Lebensumstände verändern. Wenn ein Hund nicht mehr in das Leben eines Menschen passt, stellt sich die Frage, welchen Wert sein Leben in unserer Gesellschaft hat. Wird über sein Schicksal nach seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten entschieden – oder danach, welchen Nutzen er für den Menschen noch erfüllt?
Die Veranstaltung lädt dazu ein, die Entscheidung über Leben und Tod von Hunden differenziert zu betrachten. Es geht um die Spannung zwischen Gefahrenabwehr und Tierschutz, um gesellschaftliche Erwartungen an Hunde und um die Verantwortung, die Menschen für Tiere übernehmen. Dabei sollen weder reale Gefahren verharmlost noch schwierige Entscheidungen vorschnell moralisch verurteilt werden.
Im Zentrum steht die Frage, wie wir als Gesellschaft mit Hunden umgehen, die nicht in unsere Vorstellungen passen – und ob wir bereit sind, auch dann Verantwortung zu übernehmen, wenn Zusammenleben schwierig wird.
Themen der Veranstaltung
Wenn Hunde beißen: Wann ist ein Hund tatsächlich gefährlich, und welche Konsequenzen sind gerechtfertigt?
Tötung als letzte Option? Welche Alternativen gibt es, und unter welchen Umständen werden sie möglich?
Hunde, die niemand mehr will: Was geschieht mit alten, kranken, auffälligen oder schwer vermittelbaren Hunden?
Der Wert eines Hundelebens: Ist das Leben eines Hundes an seine Vermittelbarkeit, seine Funktion oder seine Anpassungsfähigkeit gebunden?
Menschliche Verantwortung: Welche Rolle spielen Haltung, Erziehung, Überforderung, mangelnde Sachkenntnis und gesellschaftliche Rahmenbedingungen?
Sicherheit und Tierschutz: Wie lassen sich die berechtigten Schutzinteressen von Menschen mit der Verantwortung für Hunde vereinbaren?
Wer entscheidet über Leben und Tod? Welche ethischen, rechtlichen und fachlichen Maßstäbe sollten dabei gelten?
Zwischen Einzelfall und gesellschaftlichem Umgang: Was sagt der Umgang mit unerwünschten Hunden über unsere Beziehung zu Tieren aus?
Ziel der Veranstaltung
Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, Orientierung im Spannungsfeld von Hundeverhalten, Gefahrenabwehr, Tierschutz, ethischer Verantwortung und gesellschaftlichem Umgang mit unerwünschten Hunden zu schaffen – durch:
Differenzierte Betrachtung schwieriger Hunde und komplexer Entscheidungssituationen
Kritische Reflexion der Frage, wann die Tötung eines Hundes als gerechtfertigt angesehen wird
Einordnung menschlicher Verantwortung und gesellschaftlicher Einflussfaktoren
Auseinandersetzung mit Alternativen zur Tötung und ihren Grenzen
Ethische Perspektiven auf den Wert und die Schutzwürdigkeit eines Hundelebens
Im Mittelpunkt steht nicht die pauschale Verurteilung einzelner Entscheidungen, sondern die Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen, Maßstäben und Konsequenzen, die ihnen zugrunde liegen. Ziel ist es, vorschnelle Urteile zu hinterfragen, schwierige Fälle differenziert zu betrachten und den Blick für Handlungsmöglichkeiten und Verantwortung zu schärfen.
Für wen ist die Veranstaltung geeignet?
Die Veranstaltung richtet sich an Hundehalter, Hundetrainer, Verhaltensberater, Tierschützer sowie an alle, die sich mit dem Umgang mit schwierigen, gefährlichen oder unerwünschten Hunden beschäftigen und die gesellschaftlichen Fragen hinter diesen Entscheidungen verstehen möchten.
Wenn Hunde beißen oder nicht mehr in das Leben ihrer Menschen passen, wird häufig über ihre Zukunft entschieden, ohne dass die zugrunde liegenden Fragen umfassend diskutiert werden. Dieses Gespräch lädt dazu ein, genauer hinzusehen: auf die Verantwortung des Menschen, auf die Möglichkeiten und Grenzen des Zusammenlebens und auf die Frage, welchen Wert wir einem Hund zugestehen, wenn er unseren Erwartungen nicht mehr entspricht.
Denn die Frage, welche Hunde leben dürfen, ist immer auch eine Frage danach, wie wir Verantwortung für die Tiere übernehmen, die von uns abhängig sind.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Diese Veranstaltung soll nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch konkret etwas bewirken. Sämtliche Einnahmen aus der Veranstaltung werden an die Elena Iva Foundation gespendet. Damit unterstützen wir die wichtige Arbeit für Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens, ihrer Geschichte oder ihrer Lebensumstände kaum noch eine Chance auf eine Zukunft erhalten.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für mehr Verantwortung, einen differenzierten Umgang mit schwierigen Hunden und die Überzeugung, dass auch jene Hunde eine Perspektive verdienen, die von der Gesellschaft bereits aufgegeben wurden.
Deine Experten

André Papenberg
Als Gründer von RUDELPUNKT und CANIS-Dozent bringt André Papenberg eine unvergleichliche Expertise in die Welt der Hundeerziehung und -ausbildung ein. Mit über 20 Jahren Erfahrung als Hundetrainer ist er dein Garant für fundiertes Wissen und praxiserprobte Lösungen.
Bei CANIS, dem Zentrum für Kynologie, doziert André Papenberg zu komplexen Themen wie Aggressionsverhalten, Jagdverhalten, Konfliktmanagement und Welpen- und Junghundeerziehung – Kernbereiche, die für jeden Hundehalter relevant sind.
Sein Fokus liegt auf einem Verständnis der Hund-Mensch-Beziehung. Wenn du nach professioneller Hundeerziehung suchst oder Hundeprobleme nachhaltig lösen möchtest, profitierst du von Andrés umfassendem Fachwissen. Entdecke die Philosophie, die hinter seiner erfolgreichen Arbeit steht.
Elena Iva Čujić
Als Hundetrainerin, Verhaltensberaterin und Tierschützerin widmet sich Elena Iva Čujić den Hunden, für die es oft keine einfachen Lösungen gibt. Seit 2017 arbeitet sie mit verhaltensauffälligen Hunden und setzt sich mit den Herausforderungen auseinander, die entstehen, wenn Hunde als gefährlich gelten, als unvermittelbar eingestuft werden oder vor der Euthanasie stehen.
Mit der Gründung der Elena Iva Foundation hat sie sich dem Schutz von Hunden in Not verschrieben. Ihr Engagement gilt insbesondere jenen Hunden, die im bestehenden Tierschutzsystem an Grenzen stoßen: Hunden, die Menschen verletzt haben, schwer zu vermitteln sind oder aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten kaum noch eine Perspektive erhalten.
In ihrer Arbeit verbindet Elena Iva Čujić praktische Erfahrung mit einem kritischen Blick auf gesellschaftliche und strukturelle Probleme im Umgang mit Hunden. Sie hinterfragt, warum Hunde auffällig werden, welche Verantwortung Menschen und Institutionen tragen und weshalb es häufig an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten, fachlicher Kompetenz und nachhaltigen Lösungen fehlt.
Ihr Fokus liegt nicht allein darauf, einzelne Hunde zu retten, sondern auch darauf, die Ursachen sichtbar zu machen, die dazu führen, dass Hunde zu sogenannten Problemhunden werden. Sie setzt sich für bessere Rahmenbedingungen im Tierschutz, qualifizierte Verhaltensarbeit und einen verantwortungsvolleren Umgang mit schwierigen Hunden ein.
Wer sich mit den Schattenseiten der Hundehaltung und des Tierschutzes auseinandersetzen möchte, begegnet mit Elena Iva Čujić einer Stimme, die auch unbequeme Fragen stellt: Was geschieht mit Hunden, wenn sie für den Menschen zum Problem werden – und wer übernimmt Verantwortung, wenn niemand mehr eine Lösung sieht?
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